Geschichte

Das Gebäude, in dem sich das Museum befindet, wurde im Jahre 1905 von der damals noch selbstständigen Gemeinde Sandhofen als Kinder-, Gewerbe- und Kochschule errichtet. Ein Kindergarten und vier Grundschulklassen sind heute darin untergebracht.
Das Museum wurde im Oktober 1980 in den drei Wohnräumen der ehemals dort wohnenden katholischen und evangelischen „Kinderschulschwestern“ untergebracht.
Nach Umbauarbeiten konnte im Jahr 1982 die gesamte Fläche museal genutzt werden.
Im Jahre 2005 wurde der größte Teil des Speichers mit einer Dauerausstellung „Lebensart in den 50er Jahren“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
2014
präsentierten wir den letzten Raum mit der Dauerausstellung „Kinderträume“ mit Spielzeug von gestern bis heute.

Im Jahr 2011 konnte die Eröffnung des „Zeitgeschichtlichen Museums (ZGMA)“ im ehemaligen Sandhofer Bunker stattfinden, das dem Heimatmuseum angegliedert ist.

Getragen, gestaltet und unterhalten wird das Museum von einem privaten Verein.
Die Stadt Mannheim stellt die Räume zur Verfügung und die Reiss-Engelhorn-Museen der Stadt Mannheim stehen den Laien des Museumsvereins mit Rat und Tat zur Seite.

Schwerpunkte

Dem Verein geht es um die Darstellung der Ortsgeschichte und um die Sichtbarmachung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse unserer Vorfahren. Dementsprechend beginnt der Rundgang mit der Vor- und Frühgeschichte, wobei anhand von Bodenfunden, für alle Zeitabschnitte ab der Jungsteinzeit eine Besiedlung der Sandhofer Gemarkung nachgewiesen wird. Ins Licht der geschriebenen Geschichte tritt Sandhofen erstmals durch eine Schenkungsurkunde im Lorscher Codex aus dem Jahre 888.

Reproduktionen von Urkunden und Nachbildungen – so die Reiterstatuette
Kaiser Karls des Großen und die Lorscher Königshalle – veranschaulichen
diesen Zeitabschnitt.

An die dreimalige Zerstörung Sandhofens im siebzehnten Jahrhundert wird im nächsten Raum erinnert. Zweimal im Dreißigjährigen Krieg und dann 1689, als Ludwig XIV die Kurpfalz verwüsten ließ.

 

Die Lebens- und Wohnverhältnisse um die Jahrhundertwende werden mit Originalstücken dargestellt.

Wie in Sandhofen das Brot verdient wurde, zeigen Bilder und Geräte aus zahlreichen Zigarrenfabriken, die es hier einmal gab und aus den großen Fabriken der Papier- und Juteindustrie.